3225 – Der Mann aus Glas

3225

Na ja, Eingriff einer SI, damit ist alles möglich, passt aber gut. Trotzdem sind alle Einsätze sauber durchdacht und nicht so hingeschludert wie letztens (3223). Und auch die Spannung passt. Endlich mal wieder Ein Roman der bis zum Ende auf hohem Niveau arbeitet.

Was langfristig den Expokraten wieder auf die Füße fallen wird sind so absolute Aussagen über ES wie auf Seite 27: “Die Phase der Konzepte ist vorbei, kann keine mehr erzeugen, keine Personen mehr emanieren.” So klar sagen das ES was nicht mehr kann ist ein glatter Degrader.

Eine echte Stolperstelle ist auf Seite 54 wenn explizit nur Rhodan und Alschoran die RA erreichen und der gerade noch im Einsatz befindliche Haluter nicht.

Inhalt: –
Harte Technikfehler: –
Harte Unschönheiten: ES kann was nicht mehr.
Standardfehler: –
Kleine Technikprobleme: –
Faktenhuberei: –
Handlungsschwächen: Null !
Prognose: Rundum gelungen.

Zwischendurch – ‘Metallarme’ Galaxien

Die aktuelle Handlung (3100ff) spielt ja in Cassiopeia (Andromeda VII) Zwerggalaxie, in der hauptsächlich ältere, Population II Sterne vorherrschen. Diese zeichnen sich durch eine geringe Metallizität aus. Wobei Metall, anders als sonst, aus astronomischer Sicht alles umfasst was schwerer als Helium ist. Also praktisch alles was wir so auf der Erde erleben.

Die Metallizität wird jetzt anhand des Eisenanteils im Spektrum der Sterne gemessen. Bei der Sonne z.B. 0,16%. Letztendlich dreht es sich aber dabei nur um eine Vereinfacht als Anhaltspunkt. Das funktioniert weil die Verteilung der anderen Elemente ähnlich ist.

Der Ansatz in den Romanen ist jetzt, dass Metall, insbesondere ‘Eisen’ in Cassiopeia eher selten ist und kaum auf den Welten zu finden. Und genau da sollte eigentlich schon klar sein wo die meisten Beschreibungen der der Galaxie und ihrer Welten daneben liegt – weil diese Welten gibt.

Alle Elemente jenseits von Lithium bzw. Bor entstehen in Sternen und werden beim Ende eines Sternes in die Umgebung abgegeben. Alles was wir so für erdähnliches Leben brauchen, bis zum Eisen ein bisschen darüber hinaus.  Die Elemente entstehen dabei in weitgehend ähnlichen Mengenverhältnissen.

Wenn also in einem System Gesteinsplaneten existieren, wie die auf denen die Helden so rumlaufen, bzw. ihre Schiffe umkreisen, dann ist er auch sehr ähnlich in der Elementzusammensetzung wie Merkur, Venus, Erde oder Mars. Oder auch die Asteroiden, Kometen und so weiter.

Natürlich kann es einzelne Planeten geben mit schwer erreichbaren Vorkommen, aber die Regel, so wie in den Romanen geschildert, sind sie nicht. Wenn es erdähnliche Gesteinsplaneten gibt, dann sind sie auch ähnlich zusammengesetzt. Da ist die Physik des Universums unheimlich Lebensfreundlich :))

 

3112 – Ein Kastellan für Apsuhol

3112

Hübsche Geschichte die loose Fäden verbindet. Rundum gut und wirklich gefällig. Fast wie ein Geschenk an die Autorin.

Einzig die ‘Maßnahmen’ zur Verschleierung der Position Caluriens sind lächerlich. Das hätte man sich sparen können. Selbst wenn man die einfachste aller Möglichkeiten, das das schiff einfach verfolgt wird, ausschließt, jedes Schiff hat Millionen von Sensoren/Kameras. Es ist praktisch unmöglich diese alle zu löschen und zu verbergen. Wird das Schiff also aufgebracht, so ist es selbst der beste Hinweis auf Calurien. Da muss niemand die Besatzung verhören.

Inhalt: –
Harte Technikfehler: –
Harte Unschönheiten:  –
Standardfehler: –
Kleine Technikprobleme: –
Faktenhuberei: Keine
Handlungsschwächen: ‘Geheimer Anflug’
Prognose: Will Mehr.

3109 -Siebenschläfer

3109

Nette Geschichte, auch wenn das nicht verfolgen der Reise über den Mars schon komisch ist. Ich mein, mal ehrlich, in einer Welt mit mehr elektronischen Augen an jeder Ecke als Löcher in einem Mottenpulli, in der NICHTS ohne Comptuer funktioniert ist es absolut unglaubwürdig dass man eine Spur für mehr als ein paar Minuten verliert. Und dazu dann die Idee, dass ales von einem Unsterblichen und einem Beamten abhängt, die da rumdiletieren? Nee, absolut nicht glaubwürdig. Schade.

Inhalt: –
Harte Technikfehler: –
Harte Unschönheiten:  Überwachungsstümperei.
Standardfehler:  –
Kleine Technikprobleme: –
Faktenhuberei: Praktisch keine.
Handlungsschwächen:-
Prognose: Schaumamal.

3101 – Die Letzten der Lemurer

3101

Jetzt muss ich doch mal mit einem Lob anfangen. Da fliegt ein Fernraumschiff ungefähr 2,5 Millionen Lichtjahre und hält dann  tatsächlich in einem halbwegs vernünftigen Abstand von 5000 Lj vorher nochmal an. Endlich mal nicht aus ein paar Lichtminuten oder so ran. Das ist ja schon fast vernünftig. Also mal ignorierend, dass so eine Galaxie keine richtige Grenze hat. Auch eine ‘Klein’-Galaxie nicht. Ein Zentrum, Ja, damit kann man rechnen, mit dem Rand nicht wirklich.

Das das mit der Abrieglung Andromedas arg billig ist hab ich ja schonmal gesagt, also brauchen wir es auch nicht weiter vertiefen.

(S.12) Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum anhand von generischen astronomischen Daten rumgeraten wird, wohin man fliegen sollte, wenn schon einige zehntausende Funksprüche aufgefangen wurden. Ich mein, solle man da nicht einfach mal orten wo die herkommen? Ich würde die Wahrscheinlichkeit da Bewohner zu finden als gut einschätzen. Oder? Und siehe da, sogar die Protagonisten sehen ein dass der Einschub an Faktenhuberei sinnlos und überflüssig war. (S.13)

Ned falsch verstehen, was folgt ist eine durch und durch gut geschriebene Geschichte mit wenigen Macken – z.B. den Satelitenaufnahmen und der Signallaufzeit. Die Anmerkungen sind zwar im Prinzip richtig, aber halt doch schon sehr dünn. Auch sind das Daten die normalerweise nicht so schnell kombiniert werden.

Und auch die Betonung des Eisenmangels ist etwas übertrieben. Klar, es kann schon sein, dass auf dem besiedelten Kontinent nur wenig Eisenvorkommen sind. Ganz ohne geht es aber nicht. Und es sind ja offensichtlich genug für Gitter und Ringe in der Wand (S.44/45) – und diese auch wertlos genug, als dass man sie beim Abzug zurücklässt. So schlimm kann es also mit dem Eisenmangel nicht sein. Und schon garnicht so schlimm als dass nicht bekannt ist was mit Stahl machbar ist (.28)

Und dann gleich ein Großtauchboot

Und dann waren noch die ‘Jet-Helikopter’.  Sowas ist zwar vorstellbar, und der Wunschtraum vieler Militärs, in der Realität aber enttäuschend. Das Problem ist das das Rotorblatt seine Geschwindigkeit aus der Drehung zu der Vorwärtsgeschwindigkeit addiert – diese aber, damit er noch fliegen kann, muss unter der Schallgeschwindigkeit bleiben. Diese unterscheidet sich auf Bahnlamur auch nicht wirklich von der Erde, da in Gasen sie nur von Zusammensetzung und Temperatur abhängig ist (Druck spielt nur in Flüssigkeiten eine Rolle). Für beides kann man annehmen, dass es weitgehend erdähnlich ist – zumindest bewegen sich alle Expeditionsteilnehmer ohne Probleme und zusätzliche Schutzmaßnahmen. Als Resultat kann so eine Konstruktion nicht viel schneller als ca. 3-400 km/h erreichen – besonders wenn mit 3 Rotoren. Nicht wirklich schnell. Mit der gleichen Antriebsleistung kann ein Flächenflieger 8-900 km/h erreichen.

Überhaupt sind 3 Rotoren – auch bei den Beobachtungsdrohnen, eine schlechte Konfiguration, die viele  Nachteile in Steuerbarkeit mitbringen.

Hab ich die Tauchtiefe mit 2500 Metern schon erwähnt (S.28)? Nochmal erwähnt auf Seite 38 als ‘sehr tief’, und das ist es auch. Wenn wir für Bahnlamur 1g Oberflächenbeschleunigung annehmen, so sind 2500m eine mehr als nur extreme Tiefe. Das ist entspricht einem Druck von 250 bar. Da ist es selbst mit den festesten Materialien die man sich vorstellen kann nicht mehr möglich einen Körper, mit Inhalt unter Normaldruck, zu bauen der nicht Kugelförmig ist. Auch wenn Boote wie die russische Loscharik langestreckt aussehen, das ist nur die Außenverkleidung, intern ist es eine Serie von Kugeln, fast wie die Pentaspährenraumer der Thoogondu. Und jede Art von Schleuse/Öffnung ist ein enormes Problem. Nicht wirklich das woraus man einen U-Träge macht.

Fazit: Nicht problemlos, aber erfreulich wenig zu meckern an diesem Roman.

Inhalt: –
Harte Technikfehler: –
Harte Unschönheiten:  Eisenvorkommen
Standardfehler:  Physik der Luft.
Kleine Technikprobleme: –
Handlungsschwächen: –
Prognose: gut

3100 – Sternenruf

3100

Wie, alle Cairaner sind so einfach aus der Milchstraße verschwunden (S.18)? Klar, ein guter Teil ist mit dem Sternenrad in den anderen Zweig übergewechselt. Aber waren die Cairaner nicht über die ganze Galaxie verteilt gewesen? Auch mit Übertechnik sind da nicht alle schnell genug in M13 gewesen. Und schon garnicht all die, die Auf Sützpunktplaneten, Raumstationen und ähnlichem waren. Millionen und Abermillionen Cairaner mit zehntausenden kampfstarker Raumschiffe. Die verschwinden nicht innerhalb von Tagen. Und selbst wenn diesen ein Teil zurück ins Galaxiengeviert wollen (wirklich, zur Kandidatin?), so werden sicher nicht alle mitgehen. Die große Menge ist schließlich hier geboren.

Die Cairaner sind daher Einwanderer in der Milchstraße mit dem festen Willen zum bleiben. Die Expokraten täten gut daran das anzuerkennen.

“Als sie die Augen aufschlug, blickte sie in die Leuchtdiode eines Medoroboters” (S.13) – Äh ja, was den für eine, und warum Leuchtdiode? Ist das nicht ein bisschen zu klobig für in 3000 Jahren?

“.. starrten aus mit Leuchtdioden versehenen Augen auf die Besucher” – schon wieder Leuchtdioden? Wo wir doch heute schon Quantenpunkte verwenden?

Eine Überlichtetappe mit gerademal 30.000 km Länge (S.19) – da wird beim Beschleunigen auf Eintrittsgeschwindigkeit doch schon mehr Strecke gemacht. Ok, im Text steht nichts über den Winkel zwischen den Schiffen und der ‘Kluft’, es könnte im schlimmsten Fall 230.000 km sein wenn alle in einer Linie stehen. Nur ist das ebenfalls zu nah. Wenn das Schiff für den Übertritt beschleunigt, weil übertritt mit Null ist ja nicht so Materialfreundlich,  dann ist es auch so gleich da. Selbst bei vielfacher Entfernung (Millionen km) würde ein Überlichtflug wenig Sinn machen. Mehr noch, wer wagt ohne Not einen Flug durch so ein Phänomen, oder auch nur in der Nähe davon? Nee, da war der Lektor mal wieder eine Rauchen.

Exact 3% verringerte Lichtgeschwindigkeit (S.22)? Wie wahrscheinlich ist es denn, dass die Technik/Physik die dahinter steckt bis auf die 7. Stelle hinterm Komma mit terranischer Prozentrechnung übereinsimmt? Schlimmste Zahlenhuberei und nicht die Druckerschwärze wert.

Und schon wieder was was genau aufs Solsystem zeigt?  Was wieder ärgerlich ist, ist nicht nur, dass es genau der gleiche Anfang ist wie beim letzten Zyklus (Genesis), sondern auch noch der gleiche Fehler wie beim letzten und vorletzten Zyklus (und sooft zuvor): Die Eigenbewegung im Raum wird komplett ignoriert. Der Weltraum ist dynamisch. Das mag über kurze Zeit und kurze Distanz ja gut ignoriert werden, aber über lange Distanzen (Millionen Lj) oder Zeiten (Zeitreisen) oder beides zusammen isses halt einfach mist.

In 3 Minuten nicht nur von 2/3 c abbremsen sondern auch noch wieder auf selbiges beschleunigen (S.33)? Das sind so Daumen mal pi 2222 km/s² Was für gigantische Triebwerke hat denn diese angeblich so altmodische PINO? Sowas ging ja nichtmal zu den besten Zeiten der Serie.

Und warum kommt eigentlich der Außenminister eines riesigen Sternenreichs gleich in ein System wenn da bloß ein Phänomen auftaucht?

 

Inhalt: Gut
Harte Technikfehler: einige
Harte Unschönheiten: –
Standardfehler:  Leuchtdioden, Entfernungen und Gechwindigkeiten
Kleine Technikprobleme: –
Handlungsschwächen: –
Prognose: Gut – mal ab davon, dass der Neue Zyklus wieder mit Fehlern im kleinen 1×1 beginnt 🙁

3098 – Letzte Rast bei Mu Sargai

3098

Das Sternenrad ist ja im Prinzip ein doch recht großes System (41 Lichttage Durchmesser) mit  zwei Sonnen und rund 0,6 Sonnenmassen.  Und das in nur zwei Lichttagen Entfernung von der Bleisphäre, welche selbst ein bisschen größer als ein Lichttag ist. Und das bei Arkon mit 50-facher Sonnenmasse? In der knappen Entfernung fliegen beide praktisch sofort auseinander – insbesondere das Sternenrad. Ja, es wird ja immer wieder mal gesagt dass die Gravitation bei beiden trotzdem wirken. Die zwei Lichttage sind nicht wirklich besser als die 5 Lichtstunden die in 3074 erwähnt werden. Das funktioniert einfach nicht. in den vergangenen 5 Wochen (22. Juni bis 1. August) sind beide Systeme durch den gravitativen Einfluss bereits so beschädigt, dass sie untergehen werden – selbst wenn man davon ausgeht, dass Emlophe wie auch immer geschützt ist, Arkon ist es sicher nicht.

‘Die (neue)  Schwerkraft zieht das Sternenrad in einem oder gar nur einem halben Tag in die Bleisphäre’ (S.22) – Äh ja, aber wie soll das gehen? Laut Seite 13 befindet sich das Sternenrad ca. 2 Lichttage von der Bleisphäre. Selbst wenn man bedenkt, dass die Bleisphäre (aka das Arkon System) ja genauso angezogen wird, müssten beide schon in Nullzeit auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen um es auch nur in einem Tag zu schaffen. Schneller geht einfach nicht. Das Ganze ist dann nicht nur fast so stark wie bei einem Schwarzen Loch, sondern unendlich stärker. Nee, das geht nicht auf.

Und auch nicht, dass das “Sternenrad auf die Bleisphäre stürzt” (auch S.22). Das ist Gravitation, Beide bewegen sich.

 

 

Inhalt: Gut
Harte Technikfehler: –
Harte Unschönheiten: –
Standardfehler:  –
Kleine Technikprobleme: –
Handlungsschwächen: –
Prognose: Gut.

3002 – Die Kriegsschule

3002

Tenga macht sich auf zur Verfolgung. Das riecht schon nach Pralinen und Siganesenproblem. Und ja schon zur Hälfte der ersten Spalte kommt eine Praline, und gleich darauf ein winziges Raumschiff. Auf Seite 7 dann beschrieben als 58cm lang, und schon sind wir wieder in der Siga-Technik-Falle.

Auf Seite 8 folgt dann eine praktische Unmöglichkeit. Die Positronik wird abgeschalten und das ‘Schiff’ von Hand gesteuert. Das klappt heute, wenn man absichtliche Primitivkonstruktionen außer acht lässt,  noch nicht mal mehr bei einem aerodynamisch gesteuerten Flugzeug. Viel weniger bei einem Raumschiff das in 3 Achsen mit Gravitationsfeldern oder ähnlichem gesteuert und unter Schirmen versteckt wird. All das benötigt aktive Steuerung durch Rechner im Millisekundentakt – wenn nicht schneller. Selbst wenn man es ‘niedere Dienste’ nennt, die dabei verbratene Rechenleistung ist deutlich höher als alle ‘hohen’ Funktionen zusammen. Wenn man heute beim Auto das Navi ausschaltet, dann macht das auch keinen messbaren Unterschied. Der Rest muss weiterlaufen.

Seite 19 schildert, dass Ladhonen zu den Großen gehören und Siganesen nur ca. 1/8tel der Höhe erreichen sowie ein 80stel des Gewichts. Und da ist es wieder das Siga-Problem mit den verknorksten Größen und Gewichten. Die Rechnung klappt einfach nicht.

Am Ende von Seite 21 hats dann wieder einen Logikfehler: Eine zentrale Steuerung von Robotern bedeutet nicht dass sie vorhersehbar sind und eine Dezentrale auch nicht. Die Aspekte stehen einfach nicht in Relation.

Eine Positronik von nur 3 mm Durchmesser? Mal ab davon, das das rein über die Menge der Atome (Verkleinerungsproblem) nicht mehr viel Speichervermögen und noch weniger Verarbeitungsleistung lässt, und gleichzeitig wie eine Sonne glühen müsste: Da passt keine ‘Selbstzerstörung’ mehr rein.

 

Inhalt: Schöne Geschichte
Harte Technikfehler: Unzählbar
Harte Unschönheiten: –
Standardfehler:  Siga 1&2
Kleine Technikprobleme: Einige
Handlungsschwächen: Nein
Prognose: Hat Spaß gemacht

3001 – Von Göttern und Gönnern

PR3001

Auch  nach Jahrtausenden praktischer Raumfahrt  ist es natürlich möglich dass sich ein Raumfahrer sich Gedanken über ‘Sprünge’in die Zukunft macht. Besonders wenn selbst davon in größerem Maß betroffen und die Welt so ganz anders aussieht. Nur, diese Sprünge gehören eben auch seit Jahrtausenden zum Leben fast  jedes Reisenden zwischen den Sternen. Sie sind geläufiger als Jet-Lag heutzutage.

Im PR-Kosmos gehört zum Übergang in überlichtschnelles Reisen fast immer eine Mindestgeschwindigkeit von 0,5 c  oder mehr. Das ist aber auch der Bereich in dem Zeitdilatation anfangt im allgemeinen Leben deutlich zu werden. Jede Raumfahrt im Perryversum bedeutet ganz selbstverständlich eine Reise in die Zukunft. Mal mehr, mal weniger. Auf Fernraumschiffen sicher mehr. Von dieser Selbstverständlichkeit ist aber in den Betrachtungen  von Tan und Solemani auf Seite 1 nichts zu spüren. Schade. Wieder eine Chance vertan.

Ned falsch verstehen, die Idee mit den kleinen Kapitelgeschichten ist gut und macht Freude. Nur die Prämisse hat einen Haken.

Der Autor schafft es aber noch auf der ersten Seite noch eine dicke Ungereimtheit unterzubringen. Da wird der Raum geschildert als in einer virtuellen Landschaft befindlich und “man musste schon sehr genau aufpassen, um zu bemerken, dass sich manche Sequenzen nach 3-4 Minuten wiederholen”. Och komm. Selbst einfache Videospiele bieten heute einen Hintergrund der sich über Jahre nicht wiederholt. Warum sollte dann ein virtueller Raum in 3000 Jahren primitiver sein. Ein Raum, der so detailiert rüberkommt, dass man den Unterschied nur über so primitive Fehler bemerkt?

Inhalt: Gute Ideen
Harte Technikfehler: 0
Harte Unschönheiten: Einige – mal abwarten
Standardfehler:  Zeitdilatation, Rechenleistung
Kleie Technikprobleme: Einige.
Handlungsschwächen: Ja
Prognose: Schwierig.